Das Oberlicht in der vorgefundenen Schalterhalle

Das bestehende Oberlicht

Das Oberlicht in der vorgefundenen Schalterhalle

Schalterhalle, Ernst Schindler, ca. 1970

Im Obergeschoss der Schalterhalle

Im Erdgeschoss der Schalterhalle

Das Oberlicht im Hof

Innenliegender Lichthof

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1964-1970 Neubau Bankgebäude, Ernst Schindler
1983-1987 Neubau Talstrasse 14-18, Max Bosshard


2012-2015 Umbau und Sanierung
Architektur jessenvollenweider architektur, Basel


Wie in den alten Bankpalästen ist auch beim ZKB-Neubau die Schalterhalle das Herz des Gebäudes. Heute tragen wir unsere Bank in Form von Debit- und Kreditkarten und auf dem Smartphone immer mit uns, doch damals bedeutete ein Bankgeschäft in aller Regel einen Besuch vor Ort. Auf einem Geschoss hatten deshalb nicht alle Schalter Platz: Im Erdgeschoss lagen die Schalter der Sparkasse, der Hauptkasse und der Wertschriftenabteilung, im ersten Stock die Schalter der Hypothekar- und Kreditabteilung sowie der Vermögensverwaltung.

Das architektonische Vorbild für die Schalterhalle war die Oberlichthalle des Geschäftshauses Rautatalo, das der Architekt Alvar Aalto 1951 bis 1954 in Helsinki gebaut hatte. Auch die klaren Linien der Fassade nahmen Elemente nordischer Architektur auf. Ursprünglich sollte die Fassade aus Sichtbeton bestehen, doch schliesslich verkleidete man die Betonkonstruktion mit Ekeberg-Marmor aus Schweden.
Vierzig Jahre nach der Fertigstellung unterzog die Zürcher Kantonalbank ihren Hauptsitz einer Verjüngungskur.
Das Gebäude sollte an die veränderten Verhältnisse angepasst werden. Die Bank lud zehn Planungsteams zu einem Studienauftrag ein, jessenvollenweider erhielten den Zuschlag. Äusserlich zeigt sich das denkmalgeschützte Gebäude weitgehend unverändert, obschon es bis auf den Rohbau abgetragen wurde. Erhalten blieb auch die Haupthalle, doch hob man deren Decke um ein halbes Geschoss an und gewann so ein weiteres Galerieggeschosses mit Sprechzimmern. Neu erschliesst nicht mehr nur ein Eingang die Halle, sondern das Haus öffnet sich auf alle vier Seiten und wird  so in das städtische Wegnetz eingebunden. Das Personalrestaurant wurde vom Dachgeschoss in das Erdgeschoss des Grundhofs verlegt. Damit entstand im Hofbereich eine «gastronomische Gasse», die die rückwärtigen Tiefenhöfe belebt.

aus Werner Huber 'Bahnhofstrasse Zürich'


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