Slavcho Kolevichin, Alexandra Antic, Martin Grund, Anna Nemeth, Anna Neuhaus, Gregor Oyen, Sven Kowalewsky
Wettbewerb
2017, engere Wahl
Landschaftsarchitekt
Stauffer Rösch AG, Basel
Das überarbeitete Projekt verdichtet die allgemeinen und spezifischen Anmerkungen der Zwischenbesprechung zu einer städtebaulichen Lösung, welche die Homogenität der Bebauungsstruktur stärkt im Sinne einer identitätsstiftenden Textur und dieser gleichzeitig das notwendige Mass an Öffnung und das Potential zur räumlichen Vernetzung einschreibt. In diesem Sinne wird das Oesch Areal als erste Etappe eines langfristigen Wandels des Stadtquartiers Herti zu einem urbanen und durchgrünten Wohnquartier verstanden.
Die ursprüngliche Höhenentwicklung des Projekts wird in die sanft differenzierte Staffelung einer horizontalen Stadt am Wasser übersetzt, die an der stadträumlichen Konstante der Allee im Norden ansetzt und im Süden zum Seegarten mit dem historischen ‚Gut auf der Lorze’ eine klare und charakteristische Front ausbildet. Die urbanen Energien des öffentlichen Lebens konzentrieren sich auf einen zentralen, die Nord-Süd-Richtung betonenden Platzraum. Windmühlenartig strahlen davon vier Strassen aus, an denen sich wiederum vier Stadtblöcke anlagern, die sehr direkt und passend die Eigentümerschaft der dreigeteilten Erbengemeinschaft und gemeinsam auf dem kleinsten Baufeld die Allgemeine Wohnbaugenossenschaft Zug (AWZ) und die Korporation Zug abbilden. Alle vier Stadtblöcke bilden unterschiedlich charakterisierte Wohnhöfe aus, die sich gezielt in die angrenzenden Strassenräume und von dort in die Nachbarschaft des Quartiers und mit See- und Bergsicht in die umgebende Landschaft öffnen.