Studienauftrag mit Buol & Zünd Architekten, Peter Suter
foot bâle total
Das vorgeschlagene Gestaltungskonzept für die Innenstadt von Basel geht von einer dreistufigen Methode aus. Aus der morphologischen Analyse der Stadt werden die drei übergeordneten Raumstrukturen ,gaessle‘, ,flow‘ und ,transfer‘ entwickelt. Sie stehen für die organische Einheit von Altstadt, Talachse und Stadtring. Im Folgenden werden für diese jeweils charakteristischen Raumstrukturen räumliche, funktionale und atmosphärische Eigenschaften erarbeitet und definiert, die im Instrument eines strategischen ,Werkzeugkastens‘ zusammengefasst sind. Das heisst strategische Ziele, die sich als ,Drehbuch‘ in Mini-, Midi- und Maxi-Ansätze aufschlüsseln, werden durch konkrete Handlungsanweisungen für die drei übergeordneten Raumstrukturen kombiniert. Daraus schliesslich werden für fünf exemplarische Teilräume die entsprechenden szenarischen Bilder entwickelt. Als methodischer Zwischenschritt wird eine Karte entwickelt, in der die wichtigsten Orte im Stadtgrundriss durch farbige Punkte markiert sind, die durch ihren Farbanteil am jeweiligen Ort den Einfluss der drei übergeordneten Raumstrukturen ablesbar machen.
Es werden jeweils vergleichsweise ,reine‘ Orte im Innern sichtbar, am Rand bilden sich logischerweise Schnittstellen der drei übergeordneten Raumstrukturen und ihrer Phänomene aus. In der exemplarischen Auswahl stehen die ,reinen‘ Raumtypen ,gassen + höfe‘ sowie ,strassen + plätze‘ den drei komplexeren Raumsequenzen ,schifflände - claraplatz‘, ,heuwaage - bahnhof SBB‘ und ,badischer bahnhof - rosental‘ gegenüber. Kleine, bescheidene Eingriffe, die kurzfristig umsetzbar sind, stehen idealistischen Visionen, die eine langfristige Perspektive voraussetzen, gleichberechtigt gegenüber. Beide mentale Konditionen sind Voraussetzung für die Entwicklung und Umsetzung eines neuen, gleichzeitig realistisch und langfristig angelegten Gestaltungskonzepts für die Innenstadt von Basel.